Ressourcenorientierte Klassifikationssysteme und Vitalmedizin: Einordnung des Vitalitätskonzeptes in die ICF – Hemmnis oder Impuls?
Manfred Viol, ICF-Koordinator (a.D.), MDK Erfurt
Die Familie der medizinischen Klassifikationen wurde 2004 (WHO, Genf) um die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (deutsche Übersetzung bei DIMDI, Oktober 2004) erweitert.
Damit wird neben der Klassifikation für Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) nunmehr eine diese sinnvoll ergänzende mehrdimensionale Klassifikation für Krankheitsauswirkungen, Ressourcen und Bedingungen von Gesundheit (Kontextfaktoren) als lexikalischer Rahmen angeboten, in dem sich jeder gesundheitsbezogene Wissenschaftsbereich (einschließlich Sozialpolitik) einordnen kann.
Der Beitrag soll aufzeigen, in wie weit das von den Promotoren verfolgte präventive Vitalitätskonzept mit dem Konzept der ICF vereinbar ist und von ihm profitieren kann.